Kategorien

Teams treten in allen vier FIRST LEGO League Challenge Kategorien an

Übersicht

Bei FIRST LEGO League Challenge beschäftigt ihr euch in der Vorbereitungszeit mit den Bereichen Roboter, Forschung und Teamwork.

Am Wettbewerbstag bewerten euch JurorInnen und SchiedsrichterInnen in vier Kategorien:

  • Robot-Game
  • Roboterdesign
  • Forschung
  • Teamwork

Bei der Preisverleihung am Ende des Wettbewerbstages erhalten alle Teams als Würdigung ihrer Leistungen Urkunden und Medaillien. Die besten Teams der Kategorien erhalten Pokale. Zusätzlich dazu wird einem Team der Sonderpreis der Jury verliehen.

Das Highlight der Preisverleihung ist die Verkündung des FIRST LEGO League Challenge Champion. Diese Ehrung erhält das Team, welches über alle Kategorien hinweg insgesamt die meisten Punkte erzielen kann. In die Gesamtwertung fließen die Punkte aus den Kategorien Robot-Game, Roboterdesign, Forschung und Teamwork gleichrangig ein.

Als Vorbereitung auf die Wettbewerbe haben wir hier viele Ressourcen zusammengestellt, z.B. Interviews mit ExpertInnen in allen Kategorien, Infos aus vergangenen Saisons, z.B. Bewertungsbögen oder Teamwork-Spiele.

Robot-Game

Nach der Aufgabenveröffentlichung am 04.08.2020 findet ihr hier die Aufgaben und Regeln zum Robot-Game.

Vor dem Wettbewerbstag

In der Vorbereitungszeit konstruiert und programmiert ihr einen Roboter auf Basis des Systems LEGO MINDSTORMS (RCX, NXT, EV3) oder LEGO SPIKE Prime. Aufgabe des Roboters ist es, möglichst viele Aufgaben auf dem Challenge Spielfeld autonom zu lösen und Punkte zu sammeln.

Am Wettbewerbstag
  • Am Wettbewerbstag tritt jedes Team in drei Vorrunden zu einem Robot-Game Match von je 2:30 Minuten an.
  • Im Wettbewerb werden immer zwei Spieltische aneinandergestellt – wobei die Startzonen sich diagonal gegenüberliegen. Zu einem Match treten somit jeweils zwei Teams gleichzeitig an.
  • Wenn euer Team an der Reihe ist, müssen die zwei Teammitglieder, die den Roboter am Tisch bedienen („Techniker”), zum Wettbewerbstisch gehen. Der Rest des Teams bleibt im Zuschauerbereich.
  • Am Wettbewerbstisch haben die SchiedsrichterInnen die Verantwortung und die Teammitglieder folgen den Anweisungen der SchiedsrichterInnen.
  • Am Ende des Matches nehmen die SchiedsrichterInnen mit den zwei Teammitgliedern, die sich am Tisch befinden, den Stand auf dem Spielfeld in einem ausgedruckten Auswertungsbogen oder elektronisch per Tablet auf.
  • Das beste Vorrunden-Match eures Teams geht in die Wertung für den FIRST LEGO League Challenge Champion ein.
  • Nach den drei Vorrunden werden die vier bzw. acht Teams verkündet, die die meisten Punkte in einem Vorrundenmatch erzielen konnten. Diese Teams treten dann nochmals im Halb- bzw. Viertelfinale des Robot-Games an. Im Viertel- und Halbfinale wird jeweils nur eine Runde gespielt. Es entscheidet die Punktzahl über das Weiterkommen, nicht das K.-o.-System.
  • In den zwei abschließenden Finalrunden treten die zwei Teams an, die sich im Halbfinale gegen die anderen Teams behaupten konnten.

Gewinner der Kategorie „Robot-Game” ist das Team, welches in zwei Finalrunden insgesamt die meisten Punkte erzielen kann.

Der Pokal „Robot-Game”
  • Gewinner der Kategorie „Robot-Game” ist das Team, welches in zwei Finalrunden insgesamt die meisten Punkte erzielen kann.

Roboterdesign

Vor dem Wettbewerbstag
  • Bevor der Roboter die Robot-Game Aufgaben lösen kann, müsst ihr den Roboter bauen und programmieren.
  • Sammelt Ideen für den Bau des Roboters und erstellt mehrere Konzepte für das Robotergrundgerüst und die Anbauten.
  • Plant und baut mehrere Prototypen, um verschiedene Ideen auszuprobieren und um anschließend die besten Ideen für den eigentlichen Roboter umzusetzen.
Am Wettbewerbstag
  • Die Bewertung des Roboterdesigns am Wettbewerbstag erfolgt anhand eines Interviews, bei dem ihr euren Roboter, die Konstruktion und die Programmierung einer 2- bis 3-köpfigen Jury vorstellt und die JurorInnen euch Fragen stellen.
  • Das Interview findet entweder in einem Juryraum oder an einem der Wettbewerbstische statt.
  • Die Bewertungssession dauert 10 Minuten.
  • Für JurorInnen ist es spannend, etwas über den Konstruktionsprozess zu erfahren oder zu ergründen, worauf ihr beim Roboter am meisten stolz seid und ob es verbesserungswürdige Teile gibt. Der Einsatz und die Auswahl der Sensoren ist ein weiterer interessanter Aspekt.
  • Ihr müsst keine spezielle Präsentation für die Bewertung vorbereiten, aber ihr solltet wissen, was es interessantes über euren Roboter zu berichten gibt.
  • Bei den meisten Wettbewerben steht bei der Bewertung ein Spielfeld zur Verfügung, sodass ihr die Möglichkeit habt, euren Roboter in Aktion zu präsentieren.
  • Zuschauer, Begleiter, Fans und Coaches können bei der Bewertung zuschauen.
Der Pokal „Roboterdesign”
  • Ein Roboter, der für den Pokal „Roboterdesign” ausgewählt wird, beeindruckt die Jury durch ein innovatives und robustes Design sowie durch eine kreative und effiziente Programmierug.
    • Innovatives Design: Die Fähigkeit, ein kreatives Design oder eine innovative Strategie zu entwerfen. Denn die Aufgaben sollen möglichst auf die originellste Art gemeistert werden.
    • Robustes Design: Korrekte mechanische Prinzipien sollen verstanden und angewandt werden. Dazu muss der solideste, zuverlässigste und beharrlichste Roboter gebaut werden.
    • Programmierung: Korrekte Programmierprinzipien sollen verstanden und angewandt werden. Die Kinder und Jugendliche sollen viel Kreativität und Effizienz bei der Programmierung entwickeln.

Forschung

Die genauen Aufgabenstellungen für eure Forschung findet ihr ab dem 4. August 2020 in den Teamdokumenten (Teamleitfaden und Ingenieursnotizbuch), die die Coaches im Coach-Account herunterladen können.  Lasst euch von den Robot-Game-Aufgaben und den Projektideen in den Teamdokumenten inspirieren.

Vor dem Wettbewerbstag

Innerhalb des Jahresmottos forscht ihr zu einem selbstgewählten Problem. Wie echte WissenschaftlerInnen entwickelt ihr eine Forschungsfrage, recherchiert und zieht ExpertInnen zu Rate, um eine Lösung für das Problem zu finden und diese mit anderen zu teilen.

Hier die Schritte zur Vorbereitung:

  • Informiert euch über das Themengebiet: Versucht so viel wie möglich über das Themengebiet im Allgemeinen zu erfahren, bevor ihr euch auf ein spezielles Thema festlegt. Greift hierfür auf verschiedene Quellen, wie z.B. Internet, Bücher, Zeitungen, Interviews mit ExpertInnen etc. zurück.
    Nutzt die Zeit vor dem Kickoff (Aufgabenveröffentlichung), um über das Jahresthema zu recherchieren, bevor ihr zum Kickoff genaue Informationen zum Forschungsprojekt erhaltet.
  • Findet eine Forschungsfrage: Erstellt eine Liste mit verschiedenen Themen, die euch interessieren. Wählt von dieser Liste ein Thema aus. Überlegt euch gemeinsam ein Problem, das mit dem Thema in Verbindung steht. Nutzt dieses, um eure Forschungsfrage zu formulieren. Findet nun so viel wie möglich über dieses spezielle Thema heraus.
  • Erarbeitet eine innovative Lösung: Erarbeitet eine innovative Lösung für das von euch gewählte Problem – eine Lösung, die das Leben erleichtert, indem ihr etwas Bestehendes verbessert, etwas Existierendes anders einsetzt oder etwas völlig Neues erfindet.
  • Teilt eure Ergebnisse mit Anderen: Sobald ihr einen Plan für eure Lösung habt, teilt diesen mit Anderen! Stellt dazu eure Forschungsarbeit und eure Lösung zum Beispiel Personen vor, denen sie zugutekommen. Oder ihr präsentiert sie den ExpertInnen, die euch geholfen haben. Überlegt euch, wer noch an eurer Lösung interessiert sein könnte. Zieht jemanden in Betracht, die/der euch ein gutes Feedback geben kann. Gute Vorschläge anzunehmen und Verbesserungen durchzuführen, gehört zum Entwicklungsprozess. Habt keine Angst, eure Ideen vorzustellen – wenn ihr dadurch ein hilfreiches Feedback bekommt.
    Findet einen kreativen Weg, um euer Forschungsprojekt und eure Lösung zu präsentieren. Eure Präsentation kann durch verschiedene Formate unterstützt werden: Plakate, Bilder, Modelle, Multimediabeiträge, euer Forschungsmaterial etc. Seid kreativ, aber vergesst nicht, alle wichtigen Informationen in der Präsentation zu verarbeiten.
Am Wettbewerbstag
  • Beim Wettbewerb stellt ihr euer Forschungsprojekt in einem Juryraum einer 2- bis 3-köpfigen Jury vor.
  • Eure Präsentation darf nicht länger als 5 Minuten sein! Sie sollte kurz, knackig, auf den Punkt und einprägsam sein. Um alle Teams gerecht zu behandeln, brechen JurorInnen Präsentationen, die länger als 5 Minuten dauern, ab.
  • Für die Präsentation habt ihr verschiedene Möglichkeiten, z.B. formale Vorträge, Rollenspiele, Parodien u.v.m. Die Jurymitglieder achten darauf, dass mehr als nur ein Mitglied des Teams Forschungsarbeit geleistet hat.
  • Es ist wichtig, dass eure Präsentation alle Teile des Auftrags beinhaltet und widerspiegelt (findet eine Forschungsfrage, erarbeitet eine innovative Lösung und teilt eure Ergebnisse mit anderen).
  • Beachtet: Die JurorInnen können nur das bewerten, was sie hören!
  • Nach der Präsentation stellen die JurorInnen euch noch einige Fragen zur Forschungsarbeit.
  • Die Bewertungssession (inkl. eurer Präsentation) dauert 10 Minuten.
  • Zuschauer, Begleiter, Fans und natürlich Coaches sind bei dieser Bewertung erlaubt.

Bei den meisten regionalen Wettbewerben präsentieren die drei besten Teams in der Kategorie Forschung ihr Projekt am Nachmittag nochmal öffentlich auf der großen Bühne. Hier haben die Teams und die Zuschauer die Möglichkeit, sehr gute Forschungsprojekte zu sehen und ggf. davon für das nächste Jahr etwas zu lernen.

Der Pokal „Forschung”
  • Der Pokal für die Kategorie „Forschung” wird dem Team verliehen, das durch qualitativ hochwertige Forschung, eine innovative Lösung und eine kreative Präsentation das tiefste Verständnis der verschiedenen Fachrichtungen und Aspekte zeigt, die mit dem Forschungsauftrag verbunden sind.

Teamwork

Vor dem Wettbewerbstag
  • Einander respektieren und Unterschiede akzeptieren, neue Talente und Ideen entdecken, kreativ und ausdauernd arbeiten, Gelerntes anwenden und verbessern, zusammen arbeiten und Spaß an der Arbeit haben, gehören zu den Grundwerten von FIRST LEGO League Challenge und machen ein gutes Team aus.
  • Achtet darauf, dass ihr während der Vorbereitungszeit und während des Wettbewerbstags die Grundwerte umsetzt.
  • Steckt euch eigene Ziele in Bezug auf eure Teilnahme.
    • Das Ziel für Einsteigerteams sollte sein, nach der Vorbereitungszeit an einem regionalen Wettbewerb teilzunehmen, auch wenn nicht alle Aufgaben erledigt wurden.
    • Ab der zweiten Saison setzen sich Teams meist spezifischere Ziele. Schreibt eure Ziele auf, damit ihr am Ende der Saison überprüfen könnt, ob die festgelegten Ziele erreicht wurden. Ziele für Teams können zum Beispiel sein: zusammen lernen, arbeiten und Lösungen finden, Erfahrungen und Wissen mit Anderen austauschen, Respekt und Fairness zeigen.
Am Wettbewerbstag
  • Auf die Kategorie Teamwork könnt ihr euch nicht im herkömmlichen Sinne vorbereiten. Vielmehr kommt es darauf an, dass ihr die FIRST Grundwerte bereits in der Vorbereitungszeit verinnerlicht habt und sie lebt.
  • Am Wettbewerbstag findet die Bewertung des Teamworks in einem Juryraum statt. Zuschauer und Coaches müssen für diese Bewertung draußen bleiben. Nur die Teammitglieder betreten den Raum.
  • Eine 2- bis 3-köpfige Jury wird euch zu Beginn eine Teamaufgabe stellen, die ihr gemeinsam lösen sollt.
  • Im Anschluss stellen euch die JurorInnen noch einige Fragen zu eurem Team.
  • Die Bewertungssession dauert insgesamt 10 Minuten.
Der Pokal „Teamwork”
  • Der Pokal in der Kategorie „Teamwork” geht an das Team, welches mit der größten Begeisterung, dem besten Sportsgeist, dem außergewöhnlichsten Respekt für die eigenen Teammitglieder sowie der meisten Unterstützung für andere Teams beim Wettbewerb dabei ist.

Sonderpreis der Jury

Mit dem Sonderpreis der Jury wird ein Team mit einer ganz individuellen Besonderheit oder einer bestimmten Leistung ausgezeichnet. Er kann z.B. an ein Team gehen, das besondere Ausdauer zeigt und auch die kompliziertesten Situationen meistert. Es befreit sich aus verzwickten Situationen, indem es improvisiert, sich der Situation anpasst oder das Hindernis aus dem Weg räumt und dabei eine außergewöhnliche Leistung zeigt.

Mit dem Pokal kann die Jury aber auch ein Newcomer-Team auszeichnen. Denn Teams, die zum ersten Mal an FIRST LEGO League Challenge teilnehmen, haben mehr Herausforderungen zu meistern, als erfahrene Teams. Der Pokal geht in diesem Fall an das Team, das trotz aller Startschwierigkeiten sein Durchsetzungsvermögen gegenüber erfahrenen Teams beweisen kann und gute Ergebnisse im Wettbewerb erzielt.

Die gesamte Jury entscheidet über diesen Pokal. Es gibt keine gesonderte Bewertung hierfür.

FIRST LEGO League Challenge Champion

Dieser Pokal wird für den Gesamterfolg des Teams und für die Umsetzung der FIRST LEGO League Challenge Werte vergeben. Er schließt die vier Kernelemente des Wettbewerbs ein: Robot-Game, Roboterdesign, Forschung und Teamwork. Die vier Kategorien gehen zu gleichen Teilen in die Gesamtwertung ein.

Beachtet: Grundlage für die Wertung Robot-Game hinsichtlich des Champions ist die Punktzahl des besten Matches aus den drei Vorrunden. Ein Team muss sich also nicht unbedingt für die Finalrunden des Robot-Game qualifizieren, um FIRST LEGO League Challenge Champion zu werden.

Bewertungsbögen

Bei allen FIRST LEGO League Challenge Wettbewerben in Deutschland, Österreich und der Schweiz werden von der Jury die gleichen Bewertungsbögen und von den SchiedsrichterInnen beim Robot-Game die gleichen SchiedsrichterInnenbögen genutzt.

Ab 04. August 2020 stehen hier die Bewertungsbögen für die Saison 2020/21 zur Verfügung. Nutzt die Bögen, um euch auf den Wettbewerbstag und auf die Bewertungen einzustellen. Nutzt die Bögen auch, um euch selbst einzuschätzen. Zur Vorbereitung könnt ihr euch die Bögen der vergangenen Saison hier ansehen.