Bewertung

Informationen zum Bewertungssystem von FLL

Bewertung bei FLL

FIRST® LEGO® League ist ein globales Bildungsprogramm. Die teilnehmenden Teams werden nach den gleichen Bewertungskriterien und unabhängig von dem Land, in dem sie zum Wettbewerb antreten, beurteilt. Bei allen FLL Wettbewerben werden sechs Pokale vergeben – diese repräsentieren die Werte und Ziele des Forschungs- und roboterwettbewerbs.
Am Wettbewerbstag werden die Teams in verschiedenen Einzelkategorien beurteilt. In den Kategorien Roboterdesign, Forschung und Teamwork werden die Teams von Juroren anhand der FLL Bewertungsbögen eingeschätzt. Zusätzlich können die Teams im Robot-Game Punkte erzielen. Hier schauen Schiedsrichter auf die Einhaltung der Regeln. Am Schluss gibt es jeweils einen Sieger einer Einzelkategorie sowie einen Gesamtsieger des Wettbewerbs – den FLL Champion. Alle Siegerteams werden mit Pokalen ausgezeichnet. Außerdem erhalten alle Teammitglieder beim Regionalwettbewerb eine Teilnahmeurkunde als Anerkennung ihrer Leistung und ihres Engagements beim Wettbewerb und bei der Vorbereitung.

FLL Champion

FLL Champion wird das Team, welches die höhste Gesamtpunktzahl aus den gesammelten Punkten aller Einzelkategorien erzielt. Die Einzelkategorien sind Roboterdesign, Forschungspräsentation, Teamwork und Robot-Game. In die Gesamtwertung eines jeden Teams geht nur das beste Match aus den drei Vorrunden des Robot-Games mit ein. Ein Team muss sich also nicht unbedingt für die Finalrunden des Robot-Game qualifizieren, um FLL Champion zu werden und den FLL Pokal zu gewinnen.

Insgesamt werden bei FIRST® LEGO® League jedoch nicht nur der Bau von Robotern oder die Teilnahme an Wettbewerben bewertet. Viel wichtiger ist den Juroren die Zusammenarbeit im Team und das Finden gemeinsamer Lösungen. Der Wettbewerb fördert und fordert dementsprechend über jeden einzelnen Teilnehmer hinaus vor allem die Gruppe als Gesamtkonzept.

 

Einzelbewertungen

In der Vorbereitung konzentrieren sich die Teams auf die zwei Hauptbereiche „Roboter“ und „Forschung“. Bei einem FLL Wettbewerb werden sie zusätzlich in der Einzelkategorie „Teamwork“ bewertet. Dazu werden die Interaktionen der Mitglieder eines Teams untereinander, aber auch der Umgang der verschieden Teams miteinander bewertet. Das jeweils beste Team einer Einzelkategorie (Robot-Game, Roboterdesign, Forschungsarbeit, Teamwork – vgl. jeweils in der aktuellen Saison) erhält am Ende des Wettbewerbstages bei der Preisverleihung einen FLL Pokal. Dieser repräsentiert die Werte und Ziele der globalen FLL. Die Teilnehmer werden weltweit, unabhängig vom Land, in dem sie zum Wettbewerb antreten, in den gleichen Bewertungskategorien beurteilt.

Sonderpreis der Jury

Die Juroren bei FLL Wettbewerben können spezielle Teams auszeichnen und ihnen den „Sonderpreis der Jury“ verleihen. Die gesamte Jury entscheidet über diesen FLL Pokal.

Der Pokal kann z.B. an ein Team gehen, das besondere Ausdauer zeigt und auch die kompliziertesten Situationen meistert. Es befreit sich aus verzwickten Situationen, indem es improvisiert, sich der Situation anpasst oder das Hindernis aus dem Weg räumt und dabei eine außergewöhnliche Leistung zeigt.
Oder:
Die Jury zeichnet ein Newcomer-Team aus. Denn Teams, die zum ersten Mal an FLL teilnehmen, haben mehr Herausforderungen zu meistern als erfahrene FLL Teams. Der Pokal geht an das FLL Team, das trotz aller Startschwierigkeiten sein Durchsetzungsvermögen gegenüber erfahrenen FLL Teams beweisen kann und gute Ergebnisse im Wettbewerb erzielt.

Sonderbewertungen

Diese Pokale werden nur beim FLL Finale Zentraleuropa vergeben, nicht bei Regionalwettbewerben oder FLL Semi Finals.

FLL Pokal für die beste Programmierung

Die Programmierung des Roboters, der ausgezeichnet wird, zeichnet sich durch eine außergewöhnliche Qualität und Leistung (stabil und fehlerfrei), durch Benutzerfreundlichkeit (einfache, intuitive, verständliche Handhabung) und durch eine klare und einfache Struktur aus. Bewertet wird außerdem die Innovationskraft, also die Idee, auf der die Programmierung basiert. Daneben sollte auch die Möglichkeit berücksichtigt werden, inwiefern die Idee auf nützliche (alltägliche) Anwendungen übertragen und erweitert werden kann (Flexibilität und Integration). Die Kriterien der SAP-Programmierung sollten auf den Wettbewerb übertragen werden. Die Vergabe des Pokals wird von der Softwarefirma SAP unterstützt.

Live Challenge

Beim FLL Finale Zentraleuropa gibt es zusätzlich zu den regulären FLL Bewertungskategorien die Zusatzkategorie „Live Challenge“. Mithilfe eines unbekannten Roboters versuchen die Teams, innerhalb von 20 min so viele wie möglich der drei definierten Aufgaben zu lösen. Zur Erfüllung der Aufgaben muss der Roboter vom Team programmiert und aus bereitgestellten LEGO®-Elementen gebaut werden.

Den Pokal erhält das Team, welches die meisten Aufgabenstellungen in kürzester Zeit lösen konnte. Die FLL „Live Challenge“ ist Teil der Kategorie „Teamwork“ und wird als Teamworkspiel bewertet.